Ausführliche Leistungsbeschreibungen mit Informationen zu unserer Arbeit finden Sie zum Herunterladen im Bereich Weitere Infos.


Ein herzliches Will-Kommen…

...Sie doch für einen Augenblick in unsere Kinderheimat hinein! Wir möchten Sie einladen, einen Blick auf unsere Arbeitsbereiche zu werfen.

 

Wo finden Sie uns?

Die Kinderheimat befindet sich im Süden Niedersachsens in Neuhaus im Solling. Einem kleinen Ort mit ca. 4000 Einwohnern, inmitten einem weitläufigem Waldgebiet, der 13 km von den Städten Höxter und Holzminden entfernt liegt.

Lage
 
Lage der Kinderheimat in Neuhaus im Solling.
Lage der Kinderheimat in Neuhaus im Solling.

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Was finden Sie vor?

Das Stammhaus, mit einer Kapazität von 30 stationären Plätzen, steht auf einem 15.000 qm großen Gelände. Ein Trampolin, diverse Spielgeräte, ein Fußballplatz und ein Beachvolleyballplatz bieten Bewegungsraum für viele Aktivitäten.

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Wie leben wir?

Im Stammhaus leben drei Gruppen mit jeweils 9-10 Kindern und Jugendlichen, die von jeweils vier PädagogInnen betreut werden. Jedes Kind verfügt über ein eigenes Zimmer und lebt in einer sich selbst organisierenden Gruppe mit eigener Küche, Wohnzimmer, Esszimmer und Spielzimmer. Wir handeln zum Wohle des Kindes im Auftrag der Familie, ohne jedoch den Anspruch zu erheben, die Familie ersetzen zu wollen.

Die Gruppe wird rund um die Uhr von pädagogischen Fachkräften betreut und begleitet.

Wohnzimmer der "Peanuts-Gruppe" des Stammhauses.
Kinderzimmer (Einzelzimmer)
Wohnzimmer der „Peanuts-Gruppe“
des Stammhauses.
  Kinderzimmer (Einzelzimmer)

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Die Aufnahme

Vor der Aufnahme in eine Gruppe erfolgt grundsätzlich ein Aufnahmegespräch mit allen am Prozess der Unterbringung Beteiligten: Jugendamt, Eltern, Kind und Heimleitung der Kinderheimat. Das Ergebnis dieses Gespräches soll in einen gemeinsam formulierten Arbeitsauftrag an die Einrichtung fließen. Das Kind bekommt die Möglichkeit an einem selbst gewählten Wochenende die Kinderheimat zu besuchen, um sich mit den Gegebenheiten vertraut machen zu können. Da wir die Ängste und Befangenheiten der Kinder, die zu uns kommen, kennen, bekommen Eltern und Kind einen Infobrief, in dem wir ihre Befürchtungen ansprechen und, wenn möglich, dadurch etwas mildern können.

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Unsere Pädagogischen Leitideen

Wir haben für die Probleme der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen keine Patentrezepte. D.h. die pädagogischen Mitarbeiter der Kinderheimat sehen ihre Aufgabe darin, mit allen „Betroffenen“ nach neuen, weniger leidvollen Lösungen für deren schwierige Lebenslagen zu suchen. Wir haben dabei viel Erfahrung darin, wie man in den unterschiedlichen erzieherischen Problemkonstellationen hilfreich sein kann und sind zuversichtlich, dass sich gemeinsam vieles verändern und leichter machen lässt.

Die Hauptverantwortung für die Kinder und deren Lebensperspektive bleibt bei den Eltern. Eine Alternative zum Zuhause wollen wir nicht bieten - auch wollen wir nicht mit den Eltern um ihre Kinder konkurrieren. Wir sehen uns eher in diesem gemeinsam formulierten Rahmen als Koalitionspartner. Für diese Zeit des Aufenthaltes des Kindes stellen wir unsere Erfahrungen und Kenntnisse zur Verfügung.

Jedes Kind, jeder Jugendliche hat das Recht auf die Förderung seiner individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Das Recht auf Selbstbestimmung, soweit dieses nicht die Rechte anderer beeinträchtigt und stört, steht bei unserer täglichen Arbeit im Vordergrund. Wir wissen, dass Selbstbestimmung ohne das Wissen und die Anerkennung des jeweiligen Anderen nicht möglich ist.

Wir wollen dem Kind/dem Jugendlichen einen Entwicklungsraum bieten, indem es/er sich ausprobieren kann und alternative Verhaltensmuster der Lebensbewältigung erlernen kann. Wir wollen Kindern einen verlässlichen Beziehungsrahmen innerhalb der jeweiligen Gruppen anbieten und andererseits den Jugendlichen auffordern, seine Entfaltungswünsche mit uns auszuhandeln. Dabei bleibt es nicht aus, dass wir dem jeweiligen Verhalten des einzelnen dann Grenzen setzten, wenn dieses Verhalten missbilligend und störend die Grenze des Anderen verletzt.

Wir fordern intolerant die Toleranz und den Respekt vor- und zueinander ein. Dieser Grundsatz gilt ausnahmslos für alle Mitarbeiter, Kinder und Jugendlichen der Einrichtung. (Jedes Kind/jeder Jugendliche, der in der Kinderheimat stationär aufgenommen wird, bekommt einen mehrseitigen Inforbrief, der den Betreuungsstandard unserer pädagogischen Arbeit in gut verständlicher schriftlicher Form erklären und ausweisen soll).

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Grundlagen unser Pädagogischen Arbeit

Unsere Arbeit beruht auf einem systemisch-konstruktivistischen Menschenbild und verfolgt das grundlegende Ziel, dem Kind/dem Jugendlichen dabei behilflich zu sein, einen selbstverantwortlichen Umgang mit sich und seiner Umwelt zu entwickeln. Wir betrachten Verhaltensoriginalität als eine Verhaltensmöglichkeit unter vielen, wobei unser erzieherisches Bestreben dahingeht andere Verhaltensmöglichkeiten mit dem Kind/Jugendlichen einzuüben.

Unterstützung der Schularbeiten.
Gemeinsames Spielen.
Unterstützung der Schularbeiten.   Gemeinsames Spielen.

Unsere Arbeit lässt sich in drei Dimensionen inhaltlich bestimmen: So können auf der 1. Dimension der Gruppenalltag zusammengefasst werden mit Gruppengesprächen, Hilfen bei Schulproblemen, Hilfen bei Kulturtechniken, Gespräche mit Jugendamt und Behörden, Schule und Eltern.

Die 2. Dimension lässt sich als Zeitachse auffassen, auf der je nach Entwicklungsstand des Kindes/Jugendlichen drei unterschiedlich lang dauernde Phasen zu unterscheiden sind. Dieses Phasenmodell folgt der Kategorisierung der Betroffenen als „Besucher“, als „Klagender“ und als „Kunde“. Nahezu alle Jugendlichen kommen zunächst als „Besucher“ bzw. als „Geschickte“ zu uns, sie begeben sich – von Ausnahmen einmal abgesehen – keineswegs freiwillig in die Kinderheimat. Die erste Phase seines Aufenthaltes in der Kinderheimat kann denn auch als Kontrollphase charakterisiert werden, in der die Mitarbeiter der jeweiligen Gruppen die noch fehlende Selbstkontrolle des Kindes/des Jugendlichen durch „Fremdkontrolle“ (Hilfs-Ich) ersetzen müssen. In dieser Zeitspanne, die zwischen 1 und 3 Monaten liegen kann, entwickelt der Jugendliche ein Erleben des Zweifelns und des Fragens nach dem Sinn seines Aufenthaltes in der Kinderheimat – er wird vom „Besucher“ zum „Klagenden“.

Als Klagender nimmt der Jugendliche zwar seine eingeschränkten Lebensbedingungen und die Problematik seiner Verhaltensweisen wahr, er ist aber noch nicht in der Lage, eigenständige und konkrete Lösungsschritte zu gehen. Deshalb wird er lediglich aufgefordert, seine äußere wie seine innere Situation genau zu beobachten. Wir warten darauf, ohne ihn zu drängen – was nicht nur sinnlos wäre, sondern auch meist zu Gegenreaktionen führen würde – bis er selbst Veränderungsziele erkennt und formuliert. In diesem Augenblick ist er vom „Klagenden“ zum „Kunden“ geworden, indem er beispielsweise um Einzelgepräche nachsucht oder Mitbestimmung für das Gruppenleben einfordert.

Die dritte Dimension betrifft den Einbezug der Familie in unsere Arbeit. Wir wissen, dass wir ohne die Mitarbeit der Eltern nur unzureichende Verbindung zum Kind/zum Jugendlichen aufbauen können. Hierfür bieten wir Elterngespräche bzw. Elternberatung in der Einrichtung an.

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